Afra-Stern
Die Idee des Afra-Sternes geht zurück auf das Erscheinungsbild der vor dem Meißner Burgberg gelegenen St.-Afra-Kirche. Überliefert ist ihr seltener Name 1205 in der Gründungsurkunde des Augustiner Chorherrenstiftes. Keinerlei bildliche Darstellungen der Heiligen Afra sind in der Kirche überkommen. Lediglich in einer Gravur eines noch heute in Gebrauch befindlichen Abendmahlkelches von 1475 ist ihr Namenszug belegt. Die Legende der Heiligen gibt Auskunft über die Bekenntnistreue zu einem christlich geführten Leben. Deretwegen Afra als Christin 304 in Augsburg auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. In Verbindung mit dem Erleben, dass in kirchlichen Räumen 1989 im Rahmen der friedlichen Revolution Freiraum zur gesellschaftlichen Diskussion eingeräumt wurde, gewinnt gerade auch heute wieder eine klare Haltung große Bedeutung. Der Afrastern füllt eine Lücke in Vergegenwärtigung des Patroziniums, bietet eine vorbildhafte evangelisch afranische Bekenner – Identität und Schul – Assonanzen: „per aspera ad astra“ (durch Widrigkeiten zu den Sternen). Ihre Verortung am Triumphbogen symbolisiert den Weg zum Heiligen (Ostchor) und zur Auferstehungswirklichkeit. Als alttestamentlicher Bezug kann dienen: Daniel 12,3 b „Die da viele zur Gerechtigkeit weisen, werden wie die Sterne immer und ewiglich.“ und Offenbahrung 12,1 „Eine Frau mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone von 12 Sternen.“ Der Afra-Stern soll dafür ein Erinnerungszeichen sein. Sein künstlerischer Schöpfer, Georg Krause (Architekt, *1947), gehört zu unserer Kirchgemeinde und ist insbesondere der St. Afrakirche sehr verbunden. Der Afrastern kann als Bastelbogen und fertig in 3D aus Metall in der Tourist-Info Meissen erworben werden.

Ein kleiner Film zeigt, wie der Stern in Großformat ab dem St. Afra Tag, dem 07.08.2017, im Triumphbogen der St.-Afra Kirche ganzjährlich sichtbar ist.