St. Afra Kirche

Die St. Afra Kirche steht dicht an der Wiege Sachsens – dem Meißner Burgberg. Sie ragt nicht so stolz in den Himmel wie die Türme des benachbarten Domes, steht ihm aber als geistiges Zentrum nicht nach.

Ihre Entstehungsgeschichte reicht zurück bis in das Jahr 986. Auf den Fundamenten des Vorgängerbaus errichteten um 1220 Augustiner-Chorherren die klangreiche, frühgotische Basilika, die heute fast wieder in ihrer ursprünglichen Form hergestellt ist. In der Gründungsurkunde des Chorherren-Stiftes wurde der Pfarrsprengel mit seinen zahlreichen Ortschaften und Gütern im ländlichen Bereich beschrieben. Das Stift hatte bis zur 1539 eingeführten Reformation bestanden. Die Kirche wurde evangelische Pfarrkirche. Von hier aus wurde christlicher Glaube in die Stadt und das Umland getragen. Auch nach der Auflösung des Chorherren-Stiftes blieb die St. Afra Kirche geistiges Zentrum. 1543 wurden in den Klostergebäuden durch Moritz und August von Sachsen die bis 1943 bestehende Fürsten und Landesschule St. Afra eingerichtet, zu deren bekanntesten Schülern Lessing und Gellert gehörten. Nach dem Zusammenschluss mit der Frauen- und Lutherkirchgemeinde im Jahr 1999 entspricht heute die Ausdehnung der Gemeinde wieder der damaligen Umschreibung.

Der Reichtum der Gestaltung und die Ausstattungsstücke bringen vielen Besuchern Freude und Besinnung. Besonders interessant ist die mit Gedächtnismalen der Gotik, der Renaissance und des Frühbarock ausgestattete Schleinitzkapelle.

Die St. Afra Kirche ist freitags von 17 Uhr bis 19 Uhr für Stille und Gebet geöffnet.

Sie sind herzlich willkommen.