Wahl des Kirchenvorstandes 2026
Am 13. September 2026 (15. Sonntag nach Trinitatis) findet die Wahl des Kirchenvorstandes für die nächsten 6 Jahre statt. Die Wahl wird von 9 bis 15 Uhr im Begegnungskaffee Markt 10, Meißen (ab 10 Uhr, während des Gottesdienstes in der Frauenkirche, ruht die Wahl) durchgeführt. Im Anschluss an den Gottesdienst am 30. August, 10 Uhr, in der Frauenkirche stellen sich die Kandidaten nochmals kurz persönlich der Gemeinde vor und beim anschließenden KirchenkaffeePLUS gibt es die Gelegenheit zur persönlichen Begegnung mit ihnen.
Es sind für den Kirchenvorstand insgesamt 8 Kirchenvorsteher zu wählen. Somit können Sie maximal acht Stimmen vergeben. Zwei weitere Vorsteher werden vom neuen Kirchenvorstand berufen und der Pfarrer ist geborenes Mitglied.
Im Folgenden finden Sie eine ausführliche Selbstvorstellung der 9 Kandidaten und Kandidatinnen. Die Portraitaufnahmen in der Frauenkirche stammen von Daniel Bahrmann.
Nehmen Sie Ihre Wahlrecht wahr und stimmen Sie über die Zusammensetzung des neuen Kirchenvorstandes am 13. September ab.

Annette Brühl | Musikpädagogin
Die Gemeinde ist für mich ein zu Hause geworden, ein Raum Sonntags gemeinsam Gott zu feiern und anschließend noch Zeit, Gedanken und Glauben beim Kirchenkaffee zu teilen. Ich bin Mutter von 4 erwachsenen Kindern und arbeite als Musikpädagogin in der Musikschule des Landkreises Meißen. Ich liebe es Kuchen zu backen, Gäste einzuladen und Gesprächsräume zu öffnen, Gastgeberin und Brückenbauerin zu sein, an meinem Tisch oder im Schrebergarten oder auch auf der Straße. Ich singe im St Afra Chor, bin Teil des Kirchenkaffeeteams, gestalte den ökumenischen Weltgebetstag mit und habe für viele Jahre den Krabbelkreis geleitet. Mit fünf Frauen treffen wir uns regelmäßig im Hauskreis. Besonders gerne bin ich auch bei übergemeindlichen Veranstaltungen, an denen Christen aus ganz Meißen und Umgebung gemeinsam einladen und unterwegs sind um Reich Gottes zu bauen, wie z.B. das 24/7 Gebet, Bibelwoche, Allianzgebetswoche und ähnliche Events.
Ich wünsche mir für unsere St Afra Gemeinde und Meißen, dass jeder diesem liebenden, lebendigen Gott begegnet und möchte mich, meine Zeit und Begabung im KV investieren, um gemeinsam in diesem Team gute Entscheidungen mitzutragen, landeskirchliche Hintergründe besser zu verstehen, in geschützter Runde Menschen und Termine im Blick zu haben, um sie dann zum ehrenamtlichen Dienst zu ermutigen, im Glauben zu stärken, neue Wege zu denken und auszuprobieren (was die vielfältige Kirchenmusik/ und uns als lebendige, einladende Gemeinde mit Willkommenskultur betrifft), selber an anstehenden Aufgaben zu wachsen, im Gebet auf Gottes Stimme hören um Prioritäten in einer Zeit wie dieser zu erkennen und anzugehen und miteinander die Schönheit des Lebens zu feiern und damit Jesus die Ehre geben.
Dr. Matthias Donath | Historiker
Noch besteht die Meißner Kirchgemeinde St. Afra aus Menschen unterschiedlicher religiöser Prägungen, Wohnorte und politischer Orientierungen – ein breites Abbild der Stadtgesellschaft. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass das auch so bleibt und niemand ausgegrenzt wird – auch nicht solche, die die herrschende Klimaideologie anzweifeln oder Gendersprache ablehnen. Wichtig ist für mich, dass Liturgie und Sakramente ihre Bedeutung behalten, dass wir so viel wie möglich von unseren kirchlichen Gebäuden erhalten und dass die Afranischen Dörfer außerhalb von Meißen nicht vergessen werden.


Bettina Freydank | Juristin
Zuhause in der Meißner Altstadt, verheiratet, 3 größere Kinder, Juristin im öffentlichen Dienst. Ich kandidiere wieder für den Kirchenvorstand, weil es mir wichtig ist, Angelegenheiten der Kirchgemeinde zu beraten und mitzuentscheiden und daneben auf der Ebene des Kirchgemeindebundes die Interessen von St. Afra zu vertreten. Die Arbeit im KV macht mir deshalb Spaß, weil sich hier Gemeindemitglieder unterschiedlicher Berufe, Altersstufen und Temperamente zu einem gemeinsamen Zweck zusammenfinden und konstruktiv und wertschätzend miteinander diskutieren und Entscheidungen für die Gemeinde treffen. Angesichts der seitens der Landeskirche nun angezogenen „Finanz-Handbremse“ und der momentan noch unklaren und sich zukünftig wohl wandelnden Organisationsstrukturen brauchen wir einen starken KV an der Seite des Pfarrers und hier würde ich mich gerne einbringen. Und es gibt auch nach 6 Jahren als Kirchvorsteherin ein paar noch nicht abgeschlossene Gemeindeprojekte, die ich gerne weiter begleiten möchte…
Dr. Julia Gerlach | Politikwissenschaftlerin
Mein Name ist Julia Gerlach und ich lebe seit 2017 mit meiner kleinen Familie, Nadir und Frida, in Meißen. Hierher geführt hat uns damals eine Stelle an der Evangelischen Akademie. Auch nachdem die Akademie nach Dresden verzogen ist und ich heute dort im Bereich der Politischen Bildung an der Volkshochschule arbeite, wollten wir unbedingt in Meißen bleiben. Für den Kirchenvorstand kandidiere ich, weil der Glaube für mich eine wesentliche Rolle spielt und ich daran mitwirken möchte, dass Kirche und Gemeindeleben lebendig sind und bleiben. Mir ist wichtig, dass Kirche ein Ort ist, der verbindet und unter dessen Dach verschiedene Generationen, unterschiedliche Lebenswege und Geschichten zusammenfinden. Dazu möchte ich mit meinen Erfahrungen und Ideen, mit Haltung und Tatkraft und gemeinsam mit anderen beitragen. Über Ihr Vertrauen würde ich mich sehr freuen.


Cornelius Henker | Lehrer
Als Lehrer für Geschichte und Evangelische Religion ist demokratische Bildung für mich ein zentrales Anliegen. Unsere Kirchgemeinden schaffen mit ihren vielfältigen Angeboten Räume für Austausch und Begegnung. Sie ermöglichen es, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen, die eigene Haltung zu hinterfragen und im respektvollen Dialog miteinander im Gespräch zu bleiben. Gerade für unsere Stadtgesellschaft sind solche Orte des Miteinanders unverzichtbar. Gleichzeitig stehen wir als Kirche vor großen finanziellen und strukturellen Herausforderungen. Notwendige Einsparungen und Kürzungen lassen sich nicht vermeiden. Im Kirchenvorstand setze ich mich deshalb für pragmatische Entscheidungen ein, die verantwortungsvoll mit den vorhandenen Ressourcen umgehen, ohne den Bildungsauftrag unserer Kirche aus dem Blick zu verlieren.
Volkmar Lehmann | Archivar
Mein Name ist Volkmar Lehmann, ich bin 44 Jahre alt, verheiratet, habe vier Kinder und lebe seit 2004 in Meißen. Nach einem Geschichtsstudium blieb ich der TU Dresden berufsmäßig treu und arbeitete dort in verschiedenen Bereichen: zuerst in der Forschung, dann in der Drittmittelverwaltung und seit vier Jahren als Archivar. Die Kirchgemeinde St. Afra ist mir Heimat im Glaubensleben. Es ist mir wichtig, auch nach bereits zwei Wahlperioden Mitgliedschaft im Kirchenvorstand und Mitarbeit im Friedhofsausschuss weiter meinen Teil dazu beizutragen, dass hier vor Ort Gottes gute Botschaft erfahren und weitergegeben werden kann, dass dies auf die vielfältige Weise geschieht, wie sie sich sowohl in den Gottesdiensten als auch in den unterschiedlichen Gemeindegruppen und Kreisen widerspiegelt, und dass das Miteinander dabei gelingt.


Richard Wiedemann | Schüler
Katrin Witte | Selbständige
Ich bin Katrin Witte, Jahrgang 67, verheiratet und habe 3 inzwischen erwachsene Kinder und 1 Hund, liebe meinen Garten und Wanderungen in der Natur. In meiner Geburtsstadt Leipzig war ich als Bauingenieurin tätig, hier in Meißen führe ich nun schon über 20 Jahre meine kleine Familien- und Jugendherberge. Über die Kinder bin ich in diese Kirchgemeinde gekommen und habe eine lebendige und vielfältige Kirche kennen und lieben gelernt. Seit 2014 bin ich auch Mitglied unseres Kirchenvorstands, es waren gute und schlechte Zeiten mit vielen auch traurigen Veränderungen für unsere Gemeinde – und schon wieder stehen große Aufgaben vor uns. In schwierigen Situationen leitet mich mein Konfispruch: „Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ nicht tatenlos zu verzagen sondern zuversichtlich um bestmögliche Lösungen zu ringen, neue Weg zu gehen und das mit all meinen Erfahrungen, einem offenen Herz und kühlem Kopf. Ich möchte helfen, dass unsere Gemeindearbeit auch mit knappen Ressourcen und fehlenden Mitarbeitern weitergeht und dass weiterhin ganz verschiedene Menschen hier gut besuchte inspirierende Gottesdienste und eine einladende Gemeinde finden können. Meine Herzensprojekte sind u.a. die Kinder- und Jugendarbeit und unsere Neue Kantorei St. Afra, wo ich auch im Chor singe. Glücklich macht mich die Gemeinschaft, die ich hier erlebe – uns Christen als Gemeinschaft der Heiligen. Ich kandidiere wieder für die Wahl zur Kirchvorsteherin, weil ich mit meinem Dienst in diesem Ehrenamt unserer Kirchgemeinde etwas von dem Guten, dass ich hier erfahre zurückgeben möchte. Deshalb bitte ich euch um euer Vertrauen und eure Stimme.


Christoph Wolf | Dipl.-Pflegewirt (FH)
Seit unserem Umzug 2012 nach Meißen bin ich mit meiner Frau aktives Mitglied der Afra-Gemeinde. 2014 haben wir den (jetzt nicht mehr ganz so) jungen Hauskreis gegründet, den ich seitdem leite. Singen ist für mich Gebet, Gotteslob und Freude zugleich. Daher bin ich gern in der Neuen Kantorei St. Afra aktiv. Meine Erfahrungen als gelernter Krankenpfleger und Diplom-Pflegewirt (FH) bringe ich als Vertreter unserer Kirchgemeinde gern in die Christliche Sozialstation Meißen als stellvertretender Vorstandsvorsitzender mit ein. Aktive Gemeindearbeit ist mir wichtig. Damit Kirche vor Ort bleibt, habe ich eine Weiterbildung als Lektor absolviert und darf somit auch eigenständig Gottesdienste mit einer Lesepredigt halten. Dies bringe ich auch gern in Meißen und dem gesamten Kirchenbezirk mit ein. Als Mitglied der Kirchenbezirkssynode und Ersatzmitglied im Kirchenbezirksvorstand, versuche ich die Interessen unseres Kirchgemeindebundes innerhalb der Kirchlichen Strukturen zu vertreten und Informationen weiterzugeben. Gern würde ich auch weiterhin mit wachem Blick die Veränderungen unserer Landeskirche und unserer Kirchgemeinde begleiten. Ein lebendiges Gemeindeleben, orientiert an den Bedürfnissen und Wünschen unserer Gemeindemitglieder, aber auch der Menschen vor Ort ist mir wichtig. Die Friedensgebete der letzten 4 Jahre in der Frauenkirche sind da nur ein Beispiel. Darüber hinaus brennt mein Herz weiter für junge Erwachsene in unserer Kirche. Und seitdem uns vor drei Jahren unsere Tochter geschenkt wurde, habe ich auch einen ganz persönlichen Zugang zu Kindergottesdienst und Kinderarbeit in unserer Gemeinde. Einbindung und Befähigung von Ehrenamtlichen, Gespräche auf Augenhöhe, sichtbare Kirche in Meißen und Nähe zu unseren Gemeindegliedern: dafür möchte ich mich auch weiterhin im Kirchenvorstand engagieren.